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	<title>Burnout | BACK TO CONNECT</title>
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	<title>Burnout | BACK TO CONNECT</title>
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		<title>Burnout in der Schwangerschaft: Krise als Chance nutzen &#8211; Gastartikel von Susanne Ertle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 08:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://silkewolf.com/wenn-eine-tiefe-krise-zur-chance-wird-gastartikel-von-susanne-ertle/">Burnout in der Schwangerschaft: Krise als Chance nutzen &#8211; Gastartikel von Susanne Ertle</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://silkewolf.com">BACK TO CONNECT</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Burnout trifft nicht nur im Job</h2>
<p>Wie eine junge Mutter ihre Krise in der Schwangerschaft überwand – und daraus neue Stärke und Lebensfreude gewann.</p>
<p data-start="520" data-end="556">In diesem Gastartikel erfährst du:</p>
<ul data-start="557" data-end="888">
<li data-start="557" data-end="639">
<p data-start="559" data-end="639">Warum Burnout auch in privaten Krisen entstehen kann – nicht nur durch Arbeit.</p>
</li>
<li data-start="640" data-end="716">
<p data-start="642" data-end="716">Wie Schuldgefühle, Abhängigkeit und Überforderung zu Erschöpfung führen.</p>
</li>
<li data-start="717" data-end="811">
<p data-start="719" data-end="811">Welche Wendepunkte helfen können, eine Krise in Stärke und Selbstbestimmung zu verwandeln.</p>
</li>
<li data-start="812" data-end="888">
<p data-start="814" data-end="888">Inspiration aus Susannes persönlicher Geschichte für deinen eigenen Weg.</p>
</li>
</ul>
<h2></h2>
<h2>Burnout ist in der westlichen Welt ein weit verbreitetes Phänomen.</h2>
<p>Etwa jeder Vierte hat im Laufe des Lebens mindestens einmal eine Angsterkrankung im klinischen Sinne. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.</p>
<p>Oft wird die Ursache einer übermäßig hohen Arbeitsbelastung zugeschrieben. Eine private Krise kann jedoch genauso und oft lange Zeit unbemerkt in einen Burnout führen.</p>
<p>Susanne Ertle zählt in diesem Gastartikel sehr offen und mit viel Emotion über ihr Burnout im Babyglück und wie sie diese tiefe Krise genutzt hat, um heute ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Liebe Susanne vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Ich wünsche mir, dieser Artikel erreicht ganz viele Mütter, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wenn eine tiefe Krise zur Chance wird</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-4700 alignleft" src="https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-196x300.jpg" alt="" width="193" height="295" srcset="https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-196x300.jpg 196w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-768x1178.jpg 768w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-667x1024.jpg 667w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-600x921.jpg 600w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-610x936.jpg 610w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-1080x1657.jpg 1080w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a.jpg 1203w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" />Gerade dachte ich noch: „ Juhuu, ich bin schwanger! Endlich werden wir eine richtige Familie.“ und schon im nächsten Augenblick zerbrach von einem Moment auf den anderen alles: meine Beziehung, meine Lebensfreude, ich selbst.</p>
<blockquote>
<p>Menschen, die du liebst, haben die besondere Gabe, ganz tief sitzende Abgründe und Ängste gnadenlos aus dir herauszuholen.</p>
</blockquote>
<p>Ich wunderte mich, warum mein sonst so aufmerksamer Partner mir und meinem plötzlich unerklärlichem Unwohlsein keine Beachtung schenken kann. So griff ich zum Laptop, hackte mich in seinem Facebookprofil ein und las live mit, wie er sexuelle Phantasien mit seiner Sportkameradin austauschte, ihr schrieb wie schön es doch neulich für ihn war, in ihren Armen zu liegen, er sie am liebsten geküsst hätte, und sich schließlich mit ihr zum erotischen Picknick verabredete.</p>
<p>Rumps.</p>
<p>Meine komplette heile Welt brach plötzlich in sich zusammen. Sämtliche, mir nicht dienliche Überzeugungen, Glaubenssätze, aber auch eine bisher unbekannte kämpferische Löwenmama traten ungefiltert und mit voller Wucht ans Tageslicht.</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Eine Familie besteht immer aus Mutter, Kind UND Vater.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Mein Partner ist die Ehrlichkeit in Person.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich bin es meinem Kind schuldig, zu kämpfen.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Es ist meine Pflicht und Verantwortung, die Familie zusammenzuhalten – komme was wolle.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich schaffe es nicht alleine.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Eine Mutter kennt keine eigenen Bedürfnisse. Ab jetzt geht das Kindeswohl immer vor.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich bin nicht gut genug.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich bin zu hässlich, zu dick, habe zu kurze Haare und Hängebrüste.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich bin es nicht wert.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">…</p>
<p>Damals verstand ich noch nicht, dass diese uralten, oft noch kindlichen Wunden überhaupt nichts mit meinem Partner zu tun hatten.</p>
<blockquote>
<h3>Wir brocken uns oft selbst die eigene Suppe ein…</h3>
</blockquote>
<p>Also versuchte ich, die perfekte Frau zu sein, nach der es meinem Partner gelüstete. Ich versuchte, die perfekte Mama zu sein, die ein Kind erwartet und verdient. Ich verhielt mich und handelte gegen meine eigenen Werte, Bedürfnisse und meinem Gefühl.</p>
<p>Wenn ich spürte, dass mein Partner sich gerade wieder von mir entfernt, er mir aber sagte, dass das nicht so sei, dann traute ich ihm bzw. seinen Worten mehr, als mir und meinem eigenen Gefühl. Ich war überzeugt davon, ich würde Hirngespinste sehen und fühlen. Ich glaubte, meine Schwangerschaftshormone beeinflussen mich und ich dachte, ich funktioniere nicht mehr richtig.</p>
<p>Mein ganzer Organismus wurde von Schuldgefühlen nur so überflutet. Ich empfand Schuld gegenüber meinem Kind im Bauch, dass ich es diesen Adrenalinstößen und den permanent miesen Gefühlen aussetzte. Ich fühlte mich gegenüber meinem Partner schuldig, weil ich es offenbar nicht schaffte, seinen Ansprüchen zu genügen. Und ein enormes Schuldgefühl überkam mich in Gegenwart anderer Frauen und Freundinnen, die schon so lange vergeblich versuchten, ein Baby zu bekommen.</p>
<p>Meine letzte Kraft kostete es mich, im Geburtsvorbereitungskurs, unter Kolleginnen und Freunden, ja sogar gegenüber unbekannten Menschen auf der Straße ein glückliches und harmonisches Bild aufrechtzuerhalten. Denn irgendwie erwartet jeder von einer Schwangeren, dass sie ständig freudestrahlend durch die Gegend läuft.</p>
<blockquote>
<h3>Aber eine Löwin kämpft bis zum Ende.</h3>
</blockquote>
<p>Mein Ende war nach zwei Nervenzusammenbrüchen gekommen. Ich sah keinen Sinn mehr im Leben. Alles, was ich noch verspüren konnte, waren Schmerz, tiefe Traurigkeit, Wut und Hass. Das wollte und konnte ich meinem ungeborenen Sohn nicht antun. Deshalb beschloss ich (unbewusst), nichts mehr zu fühlen.</p>
<p>Da saß ich nun: hochschwanger in der eigentlich für eine Frau glücklichsten Zeit in ihrem Leben und befürchtete, bald ohne Partner dazustehen. Denn mein Partner wollte nicht diese perfekte Frau, die unerreichbar für ihn zu sein scheint, er wollte mich. Mein Baby brauchte keine perfekte Mama, sondern es brauchte mich. Aber, wo war ich nur geblieben?</p>
<p>Meinen Zustand konnte ich vor meinem Umfeld nicht mehr geheim halten. Fassungslosigkeit, Unverständnis, eine Million gut gemeinter Rat-Schläge beförderten mich zunächst immer tiefer in mein Loch. Ich war es gewohnt, vorrangig anderen gerecht zu werden. Ich befolgte blindlinks sämtliche Ratschläge, auch wenn sie sich wiedersprachen.</p>
<p><em>Ich war wie eine Marionette.</em></p>
<blockquote>
<h3>… bis zwei neue Menschen geboren wurden: Mein Sohn Leo und ich.</h3>
</blockquote>
<p>Dieser winzig kleine Mensch schaffte es binnen ein paar Sekunden, dass ich erkannte, wie schön das Leben sein kann. Er löste in mir erstmalig seit langem wundervolle, positive Gefühle aus. Wärme, Strahlen, Grinsen… Alles um uns herum wurde beinahe bedeutungslos. Ich begriff, was diese ominöse bedingungslose Liebe, von der immer alle sprachen, wirklich bedeutet.</p>
<p>Als er 6 Wochen alt war, wurde ich Alleinerziehende und fing an, nicht nur ihm Dinge beizubringen, sondern beobachtete ihn intensiv und lernte von ihm. Da sonst niemand im Haus war, war ich gezwungen, mit mir selbst zu leben. Anfangs hatte ich keine Zeit zu essen. Ich stand auf, wenn mein Sohn schrie und legte mich hin, wenn er wieder schlief.  Einen Satz hörte ich besonders oft von anderen Frauen: „Ja, als Mutter ist man ganz schön abhängig von so einem kleinen Wurm. Der bestimmt dein ganzes Leben.“</p>
<blockquote>
<h3>Da wurde mir mal so richtig klar, dass ich die ganze Zeit völlig abhängig war.</h3>
</blockquote>
<p>Abhängig von</p>
<ul>
<li>meinem Partner, denn: hatte er gute Laune, ging es mir gut. Lief es nicht harmonisch, befand ich mich im Gefühlschaos. Kam er mir nahe, war meine Welt in Ordnung. Entfernte er sich von mir, ging es mir richtig beschissen.</li>
<li>meinem Kind, denn: es diktierte meinen kompletten Tagesablauf, ja sogar wann ich aß und schlief. Es beeinflusste all meine Entscheidungen, da ich mich ausschließlich in der Mutterrolle befand.</li>
<li>meinen Eltern, denn: ich kämpfte als 32-jährige noch immer nach deren Gunst, Liebe und Aufmerksamkeit. Ich war auf deren Hilfe angewiesen.</li>
</ul>
<p>Als ich das kapierte, begann ich verantwortungsbewusst und ganz langsam wieder auf mich und meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Ich aß, wann immer ich Hunger verspürte, ich schaute im Fernsehen an, was mir gefiel und ging ins Bett, wenn ich müde war. Ich traf täglich zig eigene Entscheidungen und bemerkte: je selbstbestimmter ich lebte, desto besser ging es mir. Und umso besser es mir ging, umso ruhiger wurde mein Kind.</p>
<p>Ich beschäftigte mich intensiv mit Psychologie und investierte in mich und neues Wissen. So machte ich auch eine Ausbildung zur Stress- und Burnoutpräventionsberaterin, in der mir erst so richtig bewusst wurde, dass ich selbst mitten in einem Burnout saß und es gar nicht mitbekommen hatte.</p>
<h3>Warum erzähle ich dir heute meine persönliche Geschichte?</h3>
<p>Noch vor 3 Jahren hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können, anderen Müttern dabei zu helfen, das Leben ihrer Träume zu führen. Und genau das ist heute meine Berufung. Und ganz nebenbei: Meine Familie ist nach über 2 Jahren wiedervereint. Leos Papa und ich genießen aktuell eine harmonische Beziehung.</p>
<blockquote>
<h3>Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine Krisen als Chance wahrnehmen kannst und diese zu deinen Gunsten fortan nutzt.</h3>
</blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4700 alignleft" src="https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-196x300.jpg" alt="" width="150" height="230" srcset="https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-196x300.jpg 196w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-768x1178.jpg 768w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-667x1024.jpg 667w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-600x921.jpg 600w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-610x936.jpg 610w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a-1080x1657.jpg 1080w, https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/09/JAP_6412a.jpg 1203w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Ich bin Susanne Ertle, Autorin, Stress- und Burnoutpräventions­beraterin sowie Mutter. Ich liebe es anderen Müttern dabei zu helfen, verantwortungsbewusst für eigene Bedürfnisse einzustehen und das Leben ihrer Träume zu führen. Sollte das auch dein Wunsch sein, oder möchtest du Klarheit bekommen, dann freue ich mich, dich kennenzulernen.</p>
<p>Meher findest du unter: <a href="https://www.susanne-ertle.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.susanne-ertle.de/</a></p>
<p>Schreib mir gerne eine E-Mail an <a href="mailto:lernen@susanne-ertle.de">lernen@susanne-ertle.de</a> und vereinbare einen Termin für ein persönliches Gespräch.</p>
<p>Meine vollständige „Krisen-Geschichte“ findest du im Buch <a href="https://www.amazon.de/Burnout-im-Baby-Gl%C3%BCck-Susanne-Ertle/dp/373453383X" target="_blank" rel="noopener">„Burnout im Baby-Glück?“</a> </p></div>
			</div>
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			</div>
				
				
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			</item>
		<item>
		<title>Stress – Geniale Erfindung der Natur oder Fallstrick der modernen Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 10:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Stress kann uns wachsen lassen – oder ausbrennen. </strong></h1>
<p>Warum Stress ursprünglich ein geniales Überlebensprogramm war und wie du heute Resilienz als Schutzschild gegen negativen Stress nutzen kannst.</p>
<p data-start="670" data-end="700">In diesem Beitrag lernst du:</p>
<ul data-start="701" data-end="1005">
<li data-start="701" data-end="749">
<p data-start="703" data-end="749">warum Stress ursprünglich lebensrettend war,</p>
</li>
<li data-start="750" data-end="845">
<p data-start="752" data-end="845">was den Unterschied zwischen positivem (Eustress) und negativem Stress (Distress) ausmacht,</p>
</li>
<li data-start="846" data-end="899">
<p data-start="848" data-end="899">warum unser moderner Alltag zu Dauerstress führt,</p>
</li>
<li data-start="900" data-end="1005">
<p data-start="902" data-end="1005">und wie Resilienz, Achtsamkeit und bewusste Entscheidungen dir helfen, mit Stress gesünder umzugehen.</p>
</li>
</ul>
<h2><strong>Die Suche nach dem Kick</strong></h2>
<p>Ich stehe am Rand einer Felswand. In mir tobt eine Diskussion:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Komm spring schon! Es sind schon so viele vor dir gesprungen. Die Guides wissen, was sie tun.“</p>
<p>Meine Sinne sind total geschärft. Ich nehme jeden Felsvorsprung, das Rauschen des Wassers und den Wind um mich herum extrem deutlich war. Mein Puls steigt, mein Muskeln sind angespannt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Bist du des Wahnsinns! Siehst du den Felsvorsprung? Was ist, wenn du es nicht schaffst über ihn hinauszuspringen? Das bedeutet das Ende. Warum musst du eigentlich immer überall dabei sein? Alle anderen Frauen sind wohlweißlich unten geblieben. Nur du stehst wieder einmal mitten drin.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich glaube du übertreibst. Es sind schon so viele vor uns gesprungen, und im Übrigen habe ich keine Lust mehr auf diese Diskussion. Ich springe jetzt.</p>
<p>Um meine inneren Stimmen zu übertönen, springe ich mit einem lauten Schrei dem Wasserfall entlang 10 Meter in die Tiefe. Ich tauche in das angenehm kühle Wasser ein. Als ich wieder auftauche jubelt alles in mir.</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Ich habe es gemacht. Ich habe mich getraut und ich habe es geschafft. Und ich muss gleich noch mal rauf.“</p>
<h2>Das Wachstum nach dem Stress</h2>
<p>Nach dem erfolgreichen Sprung wird mein Körper mit Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen geflutet. Serotonin sorgt für das Glücksgefühl, Endorphine erhöhen meine Leistung und lassen mich gleich noch mal nach oben klettern und das Noradrenalin sorgt für das Wachstum meines Gehirns und legt eine neue Verschaltung in meinem Gehirn an, in der die positive Erfahrung der Stressbewältigung gespeichert und für die Zukunft nutzbar gemacht wird.</p>
<blockquote>
<p>Stress sorgt für Wachstum. In dem wir uns kontrolliert Stress aussetzen und diesen erfolgreich bewältigen, kann unser Hirn wachsen. Wir werden besser und erweitern unsere Komfortzone.</p>
</blockquote>
<h2>Die Definition von Stress</h2>
<p>Hans Selye gilt als Vater der Stressforschung. In der Zusammenfassung seines Lebenswerkes bemerkte Selye „Ich habe allen Sprachen ein neues Wort geschenkt – Stress“. Vor den 1930er Jahren gab es in unserer Gesellschaft keinen Ausdruck für Stress.</p>
<blockquote>
<p>„Stress ist die unspezifische Reaktion des Körpers auf jede an ihn gestellte Anforderung.“<br /><strong>Hans Selye</strong></p>
</blockquote>
<p>Hans Selye erkannte auch, dass es zwei verschiedene Arten von Stress gibt. Es gibt Eu-Stress, der uns beflügelt, und den Dis-Stress, der uns ausbremst und am Ende ausbrennt.</p>
<h2>Stress liegt im Auge des Betrachters</h2>
<p>Vor kurzem war ich mit meinem Mann, einem begeisterten Bergsteiger, bei einem Vortrag von Ueli Steck. Ein Bergsteiger der besonderen Art. Dieser kletterte selbst die Annapurna ohne Sicherung und alleine. Der Mann auf der Bühne hat mich sehr fasziniert. Schon die Vorstellung einen 8000er zu besteigen ist weit außerhalb meiner heutigen Komfortzone. Das Ganze auch noch ohne Sicherung und alleine übersteigt alle meine Vorstellungen. War es für Ueli Steck Stress? Bestimmt! Er brauchte mit Sicherheit das Adrenalin für den Fokus, die Konzentration und die Aktivierung aller Reserven, um dieses Unternehmen zu stemmen. War es Disstress? Nein, das glaube ich nicht.</p>
<h2>Was macht Stress zum Dis- bzw. Eustress?</h2>
<p>Ob Stress positiv oder negativ empfunden wird, liegt nur an uns und unserer inneren Haltung, unseren Erfahrungen und unserer körperlichen Fitness. Warum war es für Ueli Steck mit größter Wahrscheinlichkeit Eustress?</p>
<blockquote>
<p>Die <strong>Bewertung der Stressfaktoren</strong> war mit Sicherheit positiv. Es war sein lang gehegter Traum, den er sich erfüllen konnte.</p>
<p>In seinem Vortrag kam klar zum Ausdruck, dass er sich <strong>der Situation absolut gewachsen füllte</strong>.</p>
<p>Er begab sich <strong>freiwillig in diese Situation</strong>.</p>
<p>Er benötigte für den Aufstieg 17 Stunden und für den Abstieg 11. Das mag für die meisten für uns eine unglaublich lange Zeit sein. Für ihn war es eine <strong>überschaubare Zeit</strong>. Der Stress hatte für ihn ein ganz klares Ende.</p>
</blockquote>
<h2>Stress- eine geniale Erfindung der Natur</h2>
<p>Um das Überleben zu sichern, waren bereits mit den ersten Wirbeltieren Notfall-Programme entstanden, die im Gehirn bei Gefahr Signalstoffe produzierten, welche ins Blut abgegeben werden.</p>
<p>Die hormonelle Stressreaktion ermöglicht uns die letzten Reserven unseres Körpers zu mobilisieren. Sei es der Angriff eines Säbelzahntigers oder einer Nachbarsippe, die es auf der Suche nach Nahrung nicht gut mit potentiellen Konkurrenten meinten.</p>
<p>Immer wenn in der Außenwelt lebensbedrohliche Veränderungen aufgetreten sind, wurde dieses Programm ausgelöst. Durch die Flucht oder den Kampf wurden Stresshormone abgebaut und die anschließende Ruhephase hat das Gehirn und unser gesamtes System wachsen lassen, um künftig ähnliche Gefahrensituationen besser zu meistern.</p>
<h2>Was ist heute anders?</h2>
<p>Heute häufen sich die Stressreaktionen. Wir hetzen aus dem Haus. Quälen uns durch den Verkehr mit der Sorge zu spät zu kommen. Wir sitzen in Meetings. Beantworten nebenbei Emails. Machen Pläne, während wir unsere vielen anderen Aufgaben erledigen und wissen nicht, wie wir unsere Termine halten sollen. Kaum ist etwas fertig, steht schon die nächste Änderung vor der Tür und es geht weiter.</p>
<blockquote>
<p>Unser Körper hat keine Zeit mehr die angesammelten Stresshormone abzubauen.</p>
</blockquote>
<p>Haben wir heute Stress, besonders im Job, ist es selten eine Option zu fliehen oder sich in einen Kampf zu stürzen. Wir ärgern uns, sind wütend oder wir haben Angst und müssen trotz allem die Contenance wahren.</p>
<p>In unserer Gesellschaft hat Leistung, Ordnung, Ansehen, Geld oder beruflicher Erfolg einen hohen Stellenwert. Oft fehlt uns die Zeit eine wirkliche Beziehung zu den Menschen in unserer Umgebung aufzubauen.</p>
<p>Wir sitzen immer mehr, bewegen uns immer weniger und wir nutzen immer weniger die entspannende Wirkung der Natur. Ohne Bewegung kann der Abbau von Stresshormonen bis zu 48h dauern.</p>
<p>Das Freizeitangebot wird immer größer. Entweder hetzen wir von Angebot zu Angebot oder wir sind schon so erschöpft, dass wir uns nicht mehr von der Coach bewegen können und beim Fernsehen das Leben, Scheitern und das Glück anderer Menschen leben.</p>
<h2>Der Grund-Stress-Level ist heute für viele Menschen erhöht</h2>
<p>Es gibt einige Faktoren unserer Kultur, die für unseren Körper einen gewissen Grund-Stress-Level bedeuten.</p>
<blockquote>
<p>Wir konsumieren immer mehr hochverarbeitete Lebensmittel und Softdrinks. In diesen gibt es jede Menge Zusatzstoffe, die unser Körper nicht kennt. Die großen Mengen an Zucker, Gluten, Kaffee etc. belasten unseren Körper und bedeuten Stress auf zellulärer Ebene.</p>
<p>Die Verschmutzung unserer Umwelt durch Abgase und Düngemittel bedeutet Stress für unsere Lunge und unsere Verdauung.</p>
<p>Die wachsende Lärmbelästigung durch unseren Straßenverkehr bedeutet ebenfalls Stress für unser System.</p>
</blockquote>
<h2>Dauerstress führt zum Untergang</h2>
<p>Weicht die Stresssituation nicht, entsteht Dauerstress und irgendwo brennt im Körper eine Sicherung durch. Dieses passiert heute noch genauso wie früher und bei Tieren ist dies nicht anders als bei Menschen.</p>
<blockquote>
<p>Dauerstress führt zu Tod durch stressbedingte Krankheiten (Stress unterdrückt die körpereigene Abwehr)</p>
<p>Dauerstress führt zu stressbedingter Unfruchtbarkeit (Stresshormone unterdrücken auch die Produktion von Geschlechtshormonen)</p>
</blockquote>
<h2>Resilienz schützt uns vor negativen Stress</h2>
<p>Resilienz hilft uns flexibel auf Stress und jegliche Art von Herausforderung zu reagieren. Das heißt, dass wir auch in Krisensituationen oder auf Veränderungen angemessen reagiert und selbst, wenn wir mal stolpern, nicht nur wieder aufsteht, sondern auch noch gestärkt daraus hervorgehen.</p>
<p>Sie ist ein Schutzschild gegen Belastungen und die Basis für ein gesundes, effektives und zufriedenes Leben und Arbeiten.</p>
<p>Wir schützen uns vor Stress,</p>
<p>&#8230; wenn wir wie die Leistungssportler für die Balance zwischen An- und Entspannung sorgen. Befinden wir uns im Gleichgewicht, profitieren wir von Stress und können mit jeder Erfahrung wachsen.</p>
<p>… wenn wir gezielt und regelmäßig Neues lernen. Das macht uns flexibel und gibt uns Selbstvertrauen unbekannte Situationen zu meistern.</p>
<p>… wenn wir die Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen. Dann fühlen wir uns als der Schöpfer unseres Lebens und nicht als das Opfer der äußeren Umstände.</p>
<p>… wen wir Sie sich selbst kennenlernen. Was sind Ihre Ziele, was ist Ihnen wirklich wichtig? Was sind Ihre unbewussten Muster? Nur so können Sie gute Entscheidungen für Ihr Leben treffen.</p>
<p>… wenn Sie anstatt am Abend auf dem Sofa zu sitzen, vielleicht doch noch mal raus in die Natur gehen. Es muss nicht immer anstrengend sein. Gerade Spazierengehen, Yoga oder Ähnliches ist wunderbar für Ihren Körper und für die Entspannung.</p>
<p>… wenn wir öfter mal im Hier und Jetzt sind. Es muss nicht immer Meditation sein. Präsent zu sein geht auch gut beim Spielen mit den Kindern oder beim Duschen, wenn Sie jeden einzelnen Wassertropfen auf Ihrer Haut spüren.</p>
<p>Es gibt kein Leben ohne Stress. Es geht darum, dass wir das was bereit gut ist mehr genießen und mit dem unangenehmen Ereignissen einen angemessenen Umgang finden und diese für unser eigenes Wachstum nutzen.</p>
<h2 data-start="289" data-end="681">Stress gehört zum Leben – die Frage ist nur, wie wir damit umgehen.</h2>
<p data-start="289" data-end="681">👉 Nimm dir einen Moment und frage dich: Wo erlebst du gerade positiven Stress, der dich wachsen lässt? Und wo ist es Dauerstress, der dir Energie raubt? Schreib dir deine Antworten auf – und wenn du spürst, dass du Unterstützung brauchst, begleite ich dich gerne dabei, deinen Weg zu mehr Resilienz und Klarheit zu finden.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Der innere Antreiber &#8222;Streng dich an!&#8220; &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://silkewolf.com/streng-dich-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 14:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Antreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Streng dich an]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1 data-start="538" data-end="648">Ein Erfahrungsbericht</h1>
<p data-start="538" data-end="648">Es geht um den Zusammenbruch, Erkenntnisse und den Weg zu mehr Leichtigkeit im Leben und Arbeiten.</p>
<p data-start="650" data-end="683"><strong data-start="654" data-end="681">Das erwartet dich</strong></p>
<ul data-start="684" data-end="1109">
<li data-start="684" data-end="768">
<p data-start="686" data-end="768">Eine ehrliche Geschichte über die Macht des inneren Antreibers „Streng dich an!“</p>
</li>
<li data-start="769" data-end="861">
<p data-start="771" data-end="861">Warum ständige Anstrengung nicht automatisch zu Erfolg, sondern oft in Erschöpfung führt</p>
</li>
<li data-start="862" data-end="926">
<p data-start="864" data-end="926">Wie Körper und Geist uns signalisieren, wann es zu viel wird</p>
</li>
<li data-start="927" data-end="1025">
<p data-start="929" data-end="1025">Inspiration, wie Pausen, Achtsamkeit und Resilienz neue Energie und echte Effektivität bringen</p>
</li>
<li data-start="1026" data-end="1109">
<p data-start="1028" data-end="1109">Konkrete Fragen zur Selbstreflexion, die helfen, das eigene Tempo neu zu finden</p>
</li>
</ul>
<h2>Wer kennt diese Glaubenssätze nicht?</h2>
<blockquote>
<p>&#8222;Du willst etwas erreichen? Dann streng dich an.&#8220;</p>
<p>&#8222;Nur wenn ich mich angestrengt habe, ist meine Arbeit auch etwas wert.&#8220;</p>
<p>&#8222;Nach dieser Anstrengung haben wir uns eine Belohnung verdient.&#8220;</p>
<p>&#8222;Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.&#8220;</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Der erste Zusammenbruch</h2>
<p>Ich saß zusammengesunken in der Ecke unseres Büros auf der Heizung und starte die Wand an. Es ist Sonntagabend 20 Uhr. Es laufen die letzten Tests. Bereits seit heute Morgen um 7:30 Uhr bin ich im Büro.</p>
<p>„Gehe doch nach Hause!“ sagt mein Kollege, der mich bei den organisatorischen Dingen unterstütze.</p>
<p>„Ich kann nicht nach Hause. Wenn etwas passiert, muss ich da sein. Außerdem kann ich meine Mitarbeiter bei diesem kritischen Go-Live nicht alleine lassen.“ Ich konnte ja noch sitzen. Ob ich hier saß oder zu Hause mich schlaflos im Bett wälzte, war eigentlich egal.</p>
<p>In den letzten 6 Wochen habe ich jedes Wochenende durchgearbeitet. Zusätzliche 20 Stunden zu den 50 bis 60 Stunden unter der Woche. Wir haben das Unmögliche möglich gemacht und dieses Projekt gestemmt. Jetzt saß ich starrend auf der Heizung und war zu nichts mehr fähig. Mir liefen die Tränen herunter.</p>
<p>„Mensch, jetzt gehe doch endlich nach Hause. Ich fahr dich auch.“</p>
<p>Soweit kommt es noch. „Nein, wenn, kann ich alleine fahren.“ Ich rufe meinen Partner an. Ich breche sofort in Tränen aus, als ich seine Stimme höre. Er schafft es mich zu überzeugen, dass es für heute gut ist. Es geht ja morgen in aller Früh gleich wieder weiter.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Mehr als 10 Jahre später</h2>
<p>Mein Zusammenbruch ist schon sehr lange her. Heute bin ich beim Laufen. Endlich habe ich einen Weg gefunden wieder regelmäßig zu joggen, ohne von meinem Körper sofort die rote Karte gezeigt zu bekommen.</p>
<p>Und jetzt habe ich es endlich verstanden warum! Dieselbe innere Haltung „streng dich an“ und „halt durch“, die ich in meinem Job lebte, lebte ich auch bei meinem Sport. Immer am Limit. Es muss weh tun, damit es etwas bringt.</p>
<p>Mein Körper hat die Zeit des Burnout nicht vergessen. Nach all den Jahren reagiert er immer noch empfindlich darauf, wenn ich über meine Grenzen gehe. Der Körper vergisst nicht. Ja, und es ist gut so. Mein Körper schützt mich davor ihm noch mal so etwas anzutun. Ihn noch einmal bis in die völlige Erschöpfung zu treiben.</p>
<p><strong>Getreu dem Motto: „Ich kann noch auf den Beinen stehen. Deshalb kann ich auch noch arbeiten.“</strong><strong></strong></p>
<p>Das ist ein fataler Irrtum</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Wachstum und Leistung braucht regelmäßige Pausen</h2>
<p>Gerade der Sport ist das perfekte Beispiel dafür, dass nur mit Pausen eine Leistungssteigerungen möglich sind. In jedem Buch über Lauftraining steht das geschrieben. Intervall Training ist der effektivste Weg die Leistung zu steigern. Und die Phasen der Anstrengung sind weniger und kürzer als die Phasen der Entspannung.</p>
<p>Ich habe schon früher Intervalltraining beim Laufen versucht. Ich bin bereits am Anschlag losgelaufen, was für die Distanz eigentlich schon zu schnell und gerade noch möglich war und habe dann mein Tempo noch erhöht. Kein Wunder, dass mein Körper mich schnellst möglich mit einem Infekt zur Ruhe gezwungen hat.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Auch unser Gehirn braucht Pausen</h2>
<p>Schon im Studium gab es diesen inneren Antreiber &#8222;Streng dich an&#8220;. Früher konnte ich keine Pause machen, bevor meine Aufgabe erledigt war. Ich saß beim Lernen oft den ganzen Tag vor meinen Büchern. Ich habe mir nicht erlaubt etwas anderes zu tun. Etwas, das mir Spaß gemacht hätte. Ich musste lernen. Beim Studium ist das ungünstig. Der Umfang des Lernstoffes ist wie ein Fass ohne Boden. Das heißt vor einer Prüfung saß ich täglich 8 bis 10 Stunden vor meinen Büchern.</p>
<p>Das Ergebnis war suboptimal. Ohne Pausen ist unser Gehirn einfach nicht mehr aufnahmefähig und das Lernen macht wenig Sinn. Was bleibt, ist das Gefühl sich angestrengt zu haben. Und regelmäßig nach den Klausuren lag ich mit 40 Grad Fieber im Bett. Wie doch in der nachträglichen Betrachtung alles zusammenpasst.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Den eigenen Körper spüren und Grenzen achten</h2>
<p>Irgendwann begann ich täglich zu meditieren. Ich machte mich auf die Suche was meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele gut tut. Und so bin ich beim Qi Gong gelandet. Die Bewegungen taten mir gut und ich kam in die Ruhe.</p>
<p>Über zwei Jahre habe ich täglich meine Übungen gemacht und trotzdem musste ich mich immer überwinden. Mich anstrengen es zu machen. Passend zu meinem Lebenskonzept. Irgendwann kann ich auf die Idee, es gibt doch noch mehr: Thai Chi, Yoga, …</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Warum sich anstrengen, wenn es Dinge gibt, die mir guttun und gleichzeitig leicht gehen?</strong></p>
<p>Nach meiner ersten Yogastunde war ich überzeugt: das ist es. Seitdem gehe ich nicht nur wöchentlich zum Yoga, sondern ich mache jeden Morgen meine Yogaübungen und ich liebe es. Ich liebe es meine alte Beweglichkeit wieder zu spüren und meinen Körper auf eine ganz neue Art kennenzulernen und zu beherrschen. Meine Yogalehrerin macht mich auch immer wieder darauf aufmerksam, wenn ich wieder einmal dem Leistungsgedanken verfalle.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Das eigene Tempo finden</h2>
<p>Auch beim Laufen habe ich nun die Erlaubnis mir es leicht zu machen. Ich habe aufgehört nach der Puls-Uhr zu laufen. Ich laufe jetzt ohne Anstrengung. Ich habe wieder gelernt zu spüren, wann es meinem Körper gut geht. Ich kann mit meinem jetzigen Tempo ganz bequem die schneebedeckte Landschaft genießen.</p>
<p>Ich habe gelernt <strong>mein</strong> Tempo zu finden. Ich habe akzeptiert, dass ich nach der langen Pause langsam beginnen darf. Es fühlt sich toll an und meinem Körper geht es wunderbar.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Anspannung und Entspannung als Würze des Lebens</h2>
<p>Das heißt nicht, dass ich keine Ziele habe. Wenn ich soweit bin und mein Körper wieder vertrauen in meine Entscheidung gefasst hat, werde ich sicher mit dem Intervall-Training beginnen. Genauso wie ich auch jetzt beruflich wieder Erfolg habe. Auch als Selbständige habe ich nicht wenig Arbeit. Nein, ganz und gar nicht.  Ich mache meine Arbeit heute lediglich mit einer anderen Haltung.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Arbeit darf Spaß machen und leicht gehen. Und ich achte zusätzlich auf regelmäßige Pausen.</strong></p>
<p>Mir etwas Gutes zu tun, zum Beispiel zum Yoga zu gehen, zu meditieren, am Sofa sitzen und aus dem Fenster schauen, Laufen gehen, ein gutes Buch lesen, mich mit inspirierenden Menschen treffen, Zeit mit meiner Familie verbringen oder ein leckeres Essen genießen.</p>
<p>Das sind Dinge, die gehören heute fest in meinen Alltag. Egal wieviel ich zu tun habe. Ich werde diese tragenden Säulen nie mehr aus meinem Leben verbannen. Sie unterstützen mich auch in meiner Arbeit. Wenn Körper, Seele und Geist im Einklang sind, bin ich viel fokussierter und somit effektiver. Ich erledige meine Arbeit in wesentlich kürzerer Zeit.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Sie wissen nicht, wo Sie mit Ihrer Arbeit anfangen sollen? Machen Sie eine Pause!</h2>
<p>Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Video von Veit Lindau angesehen. In dem erklärte er: „Wenn ich das Gefühl habe, dass es anstrengend wird, und ich nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll, gehe ich in die Badewanne oder Eis essen oder tue mir sonst irgendetwas Gutes.“</p>
<p>Im Stress verlieren wir den Fokus, alles dauert viel länger und wird in der Regel nicht gut. Gönne Sie sich eine Pause und tuen Sie sich etwas Gutes, dann geht es im Anschluss mindestens doppelt so schnell und wird richtig gut. Probieren Sie es aus!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Resilienz hilft uns unnötige Anstrengungen zu erkennen und zu meiden</h2>
<p>Resilienz stärkt die eigene Selbstwahrnehmung, fördert die Fähigkeit uns selbst zu führen und hilft uns flexibel auf Veränderungen und jegliche Art von Herausforderungen zu reagieren. Wir erkennen klar, wann Anstregung sinnvoll und zielführend ist und wann nicht. Manchmal ist die Anstrengung die Würze im Leben. Und jedes gute Essen besteht nicht nur aus Würze.</p>
<blockquote>
<p>An welchen Stellen oder in welchen Bereichen Ihres Lebens können Sie es sich leichter machen?<br />Oft schlagen sich Verhaltensweisen in mehreren Lebensbereichen nieder. Wer im Sport immer am Anschlag trainiert, geht auch oft im Beruf weit über seine Belastungsgrenze.</p>
<p>Wo könnten Sie effektiver sein, wenn Sie mit Ruhe und Gelassenheit an die Aufgabe gehen?</p>
<p>Wann haben Sie das Gefühl, dass Sie stundenlang gearbeitet und nur wenig geschafft haben?</p>
<p>Gibt es Tage, an denen Sie nur wenig Zeit haben, und in dieser knappen Zeit schaffen Sie gefühlt die ganzen Aufgaben des gestrigen Tages?</p>
<p>Wieviel Wert hat für Sie eine Aufgabe, wenn es Ihnen leichtgefallen ist?</p>
<p>Darf Arbeit überhaupt leicht sein oder ist es dann keine Arbeit für Sie?</p>
<p>An welchem Ort arbeitest Sie? Haben Sie eine angenehme Arbeitsatmosphäre? Sitzen Sie bequem?</p>
<p>Trinken Sie genügend Wasser? Ein Gewichtsverlust in Form von nur 2 % Flüssigkeit führt bereits nachweislich zu Einschränkungen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit (Armstrong und Epstein, 1999).</p>
<p>Sorgen Sie gut für sich oder nehmen Sie sich dafür eher keine Zeit?</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>👉 Nimm dir nach diesem Artikel einen Moment Zeit und frage dich:</p>
<blockquote>
<p>Wo in meinem Leben mache ich es mir unnötig schwer – und wo darf es leichter gehen?</p>
</blockquote>
<p>Schreib dir eine kleine Veränderung auf, die du heute noch ausprobieren möchtest, und erlaube dir, mit Leichtigkeit erfolgreich zu sein</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Burnout – Krankheit, Mode oder Spiegel unserer Zeit?</title>
		<link>https://silkewolf.com/burnout-krankheit-oder-modeerscheinung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2017 13:35:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1 data-start="452" data-end="609">Warum Burnout kein Zeichen von Schwäche ist</h1>
<p data-start="452" data-end="609">Er ist ein ernstzunehmender Prozess, der Körper, Geist und Seele betrifft – und was wir daraus lernen können.</p>
<p data-start="611" data-end="644"><strong data-start="615" data-end="642">Was dich erwartet</strong></p>
<ul data-start="645" data-end="1068">
<li data-start="645" data-end="725">
<p data-start="647" data-end="725">Ein persönlicher Einblick in die Realität von Burnout jenseits von Klischees</p>
</li>
<li data-start="726" data-end="796">
<p data-start="728" data-end="796">Warum Burnout mehr ist als „zu viel Arbeit“ oder „fehlender Fleiß“</p>
</li>
<li data-start="797" data-end="880">
<p data-start="799" data-end="880">Die typischen Stufen und Symptome, die zeigen, wie Stress unser Leben verändert</p>
</li>
<li data-start="881" data-end="971">
<p data-start="883" data-end="971">Warum Prävention nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich entscheidend ist</p>
</li>
<li data-start="972" data-end="1068">
<p data-start="974" data-end="1068">Inspiration, wie ein bewusster Umgang mit Stress zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude führt</p>
</li>
</ul>
<h2>Burnout und Stress sind ein allgegenwärtig</h2>
<p>Egal wo ich meine Vorträge halte, wo ein Gespräch auf meine Berufung kommt, wo sich Menschen unterhalten: der Satz <em><strong>„Ich bin heute im Stress“</strong></em> ist allgegenwärtig. Stress und unsere Leistungsgesellschaft werden schnell zu einem oft sehr emotional diskutieren Thema. Nahezu jeder hat dazu etwas zu berichten. Seien es eigene Erfahrungen, die von Angehörigen oder Freunden.</p>
<p>Unternehmen kämpfen zunehmend mit hohen Kosten verursacht durch Burnout. Diese entstehen nicht nur durch die steigenden Ausfallzeiten und die wachsende Fluktuation der Mitarbeiter. Diese entstehen auch durch die oft unterschätzten Kosten, welche durch Fehlentscheidungen, unzufriedene Kunden und demotivierte Mitarbeiter entstehen.</p>
<p>Unglaublich viele Menschen haben bereits eine Burnout-Erfahrung hinter sich. Manche haben sich die Spirale bis zum Ende angeschaut, andere sind die Stressspirale schon einmal weit nach unten gegangen. Sie haben meist die Warnsignale ihres Körpers recht deutlich zu spüren bekommen und haben rechtzeitig die Reißleine gezogen.</p>
<p>Menschen, die noch keine nähere Erfahrung mit dem Ausbrennen ihres Körpers gemacht haben, spalten sich meist in zwei Lager.</p>
<h2>Lager 1: Das ist doch alles nicht so schlimm</h2>
<p>Manchmal werde ich gefragt: „Sag mal, das mit dem Burnout ist ja schon etwas übertrieben, oder? Kann man nicht einfach mal früher nach Hause gehen, eine Runde schlafen und gut ist es? Oder ein Urlaub? Man kann doch nicht mehr gar nichts mehr tun. Und wenn ich gar nichts mehr tue, dann kann es mir doch auf Dauer nicht bessergehen, oder?“</p>
<p>Das sind aus meiner Sicht Menschen, die augenblicklich sehr weit von einem Burnout entfernt sind und noch nie nähere Bekanntschaft damit gemacht haben. Diese Menschen lieben ihre Aktivität und ihre Selbstwirksamkeit und können sich nicht vorstellen von ihrem Alltag oder Ihren Aufgaben überfordert zu sein.</p>
<h2>Information schafft Verständnis</h2>
<p>Wenn Du zu diesen Menschen gehörst, dann gratuliere ich Dir zu Deiner Gesundheit und Deiner Vitalität. Für Dich ist es wichtig zu verstehen, dass ein Mensch im Burnout nur noch bedingt etwas mit dem Menschen zu tun hat, den Du kennengelernt hast.</p>
<blockquote>
<p>Eine der direkten Auswirkungen von permanentem Stress ist, dass die Botenstoffe, die das Gehirn mit Informationen versorgen, aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Somit übernimmt das Angstzentrum die Kontrolle und die negative Denkweise nimmt zu, womit sich auch wiederum der Stresslevel erhöht.</p>
</blockquote>
<p>Bei mir sind diese Zustände negativen Denkens gekommen und gegangen. Manchmal habe ich mich auch in dieser Zeit der Situation absolut gewachsen gefühlt, und alles war gut. Dann kam ein kleiner Trigger, aus heutigen Sicht eine Nichtigkeit, die mich in das absolute Chaos gestürzt hat. Alles war gefühlt eine einzige Katastrophe ohne Ausweg.</p>
<h2>Lager 2: Burnout als Auszeichnung</h2>
<p>Es gibt auch noch die Menschen, die<a href="https://silkewolf.com/endstation-burnout-die-schleichende-gefahr/"> Burnout als eine Errungenschaft ihrer Leistungen</a> ansehen. Zu dieser Kategorie gehörte ich damals. Ich habe mich aufgeopfert zum Wohle des Unternehmens.</p>
<p>Das klingt heute für mich ziemlich pathetisch und sehr schräg. Tief in mir drinnen habe ich jedoch daran geglaubt und ich habe nach dieser Devise gehandelt. Ich war persönlich beleidigt, wenn jemand mein Opfer nicht wertgeschätzt hat. Ich war auf der Suche nach Anerkennung.</p>
<h2>„Burnout ist die Krankheit der Fleißigen…“</h2>
<p>Ich stutze. Am liebsten würde ich aufspringen und sagen das ist absoluter Nonsens.</p>
<p>Ich sitze in einem Vortrag über Burnout. Eine Dame von der Krankenkasse erzählt etwas über Burnout und seine Auswirkungen. Das kann doch nicht ihr ernst sein. Würde ich heute noch einmal in so einem Vortrag sitzen, müsste ich intervenieren.</p>
<p>Was bedeutet Fleiß eigentlich? Laut Wikipedia stammt das Wort Fleiß von dem germanischen Wort Kampfeseifer (oder Streit) ab und bedeutet arbeitsame Zielstrebigkeit.</p>
<p>Aus meiner heutigen Sicht hatte mein Verhalten zu dieser Zeit sehr wenig mit Zielstrebigkeit zu tun. Mich und meinen Körper so auszubeuten, dass ich kaum noch meinen Alltag bewältigen konnte, war mit Sicherheit auch dem Ziel des Projekterfolges nicht wirklich dienlich. Und meiner tiefer sitzenden Motivation, dem Wunsch nach Anerkennung, hat es mich auch keinen Schritt nähergebracht.</p>
<h2>Nur fleißige Mitarbeiter bekommen ein Burnout?</h2>
<p>Das ist ein Glaubenssatz, den kein Unternehmer und keine Führungskraft in ihrem Unternehmen installieren möchte. Was bedeutet dieser Satz?</p>
<blockquote>
<p>Wer nicht fleißig ist, bekommt kein Burnout?</p>
<p>Wer kein Burnout möchte, darf nicht fleißig sein?</p>
<p>Immer wenn ich fleißig bin, laufe ich Gefahr ein Burnout zu bekommen?</p>
</blockquote>
<p>Ja, einer der Gründe für mein Ausbrennen war in meinem Fall die erhöhte Arbeitszeit. Das hat jedoch nichts mit Fleiß zu tun. Ich wollte es allen recht machen und habe mich unersetzlich gefühlt. Andere wollen keinen Fehler machen oder können keine Verantwortung abgeben. Wieder andere glauben, ihre Arbeit ist nur etwas wert, wenn sie sich anstrengen müssen.</p>
<h2>Was ist denn nun Burnout?</h2>
<p>Burnout beschreibt einen Prozess.</p>
<blockquote>
<p>Es beschreibt den Prozess, was mit unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele passiert, wenn wir uns dauerndem negativem Stress aussetzten.</p>
<p>Es ist das, was passiert, wenn wir alle Hilferufe ignorieren und einfach weitermachen.</p>
<p>Es ist das, was passiert, wenn wir mehr Energie verbrauchen als zurückfließt bzw. wir uns holen.</p>
<p>Burnout ist Ausdruck unserer Inneren Haltung.</p>
</blockquote>
<h2>Was passiert im Burnout?</h2>
<p>Die Inhalte der Geschichten unterscheiden sich oft sehr stark. Die Struktur eines Burnout ist jedoch stets gleich.</p>
<ol>
<li><strong>Zwang sich zu beweisen:</strong> Am Anfang stand eine Win-Win-Situation. Das Unternehmen, das Projekt, welches mir die perfekte Plattform für die Kür meines Lebens bot.</li>
<li><strong>Verstärkter Einsatz</strong>: Ich erhöhe den Einsatz. Wenn ich das gestemmt habe, dann habe ich es allen gezeigt.</li>
<li><strong>Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse:</strong> Ich hörte auf Sport zumachen. Ich traf keine Freunde mehr. Meine Familie musste warten. Selbst für gesundes Essen war keine Zeit.</li>
<li><strong>Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen: </strong>Ich ignorierte die Unzufriedenheit meines Mannes. Freunde, die meiner Zeitnot mit Unverständnis begegneten, konnte ich nicht verstehen. Ich hatte keine Zeit mich um diese Themen zu kümmern. Das musste warten.<br />Meine erhöhten Erwartungen an mich übertrug ich auch auf meine Kollegen. Nicht alle waren darüber erfreut.</li>
<li><strong>Umdeutung von Werten:</strong> Soziale Kontakte wurden in meinen Augen völlig überbewertet. Die Arbeit und mein Projekt standen über und vor allem. Nur durch meinen Einsatz konnten wir erfolgreich sein. Mein Horizont wurde immer schmaler.</li>
<li><strong>Verstärkte Verleugnung auftretender Probleme: </strong>Die ersten Leistungseinbrüche und emotionalen Ausbrüche im Projekt versuchte ich zu ignorieren. Die beginnenden körperlichen Symptome überging ich oder ich fand fadenscheinige Erklärungen.<br />Mein Ton gegenüber meinen Mitmenschen wurde immer härter. Ich war äußerst ungeduldig. Die Schuld fand ich immer häufiger bei anderen oder bei den äußeren Umständen.</li>
<li><strong>Rückzug:</strong> Privat begann ich mich als erstes zurückzuziehen. Jede Kritik und jede Frage von meinem Mann war eine Belastung. Ich hatte keine Lust mehr Freunde zu treffen. Auch telefonieren war mir oft zu viel. Ich wollte immer öfter meine Ruhe.</li>
<li><strong>Beobachtbare Verhaltensveränderungen: </strong>Meine frühere Fröhlichkeit und meine Liebe zu den Menschen und dem Austausch, war völlig verloren gegangen. Ich konnte nicht mehr lachen. Fröhliche Menschen waren mir ein Gräuel.<br />Je mehr ich mich selbst verlor und innerlich in ein Chaos stürzte, desto mehr brauchte ich Ordnung im Außen.</li>
<li><strong>Depersonalisierung / Verlust der Persönlichkeit: </strong>Ich war unfähig Beziehungen zu leben. Jeder Wunsch und jede Kontaktaufnahme meines Mannes empfand ich als Forderung. Ich hatte nichts mehr zu geben, das musste er doch sehen. Ich konnte mich selbst nicht mehr wahrnehmen und verlor Zunehmens den Bezug zu meiner eigenen Person.</li>
<li><strong>Innere Leere: </strong>Ich fühlte mich kalt und leer. Gefühlt ging jeden Tag ein Stück mehr von mir verloren.</li>
<li><strong><u>Depression:</u></strong> In meinem Job habe ich einfach funktioniert. Es ging einfach immer weiter. Als ich nach Hause gekommen bin, bin ich regelrecht zusammengebrochen und war zu nichts mehr fähig.<br />Was, wenn ich aus diesem Loch nicht mehr herauskomme? Ich kann doch nicht ewig so weiterleben. Ich wünschte mir einen Zusammenbruch. Wenn ich im Krankenhaus lag, konnte keiner mehr etwas von mir wollen und ich durfte endlich ausruhen.</li>
<li><strong>Völlige Burnout-Erschöpfung: </strong>Bei einem Wochenendeinsatz, an dem wir unser System zurückrollen mussten, war es dann so weit. Ich hatte unerträgliche Kopfschmerzen und ich musste mich übergeben. Ich saß völlig apathisch vor dem Computer und spielte Sudoku, weil nichts mehr Anderes möglich war. Das war für mich der Ausstieg aus dem Krisenprojekt.</li>
</ol>
<h2>Burnout ist ein Syndrom</h2>
<p>Burnout ist keine Einzelerkrankung, sondern umfasst nach heutigem Stand der Wissenschaft mehr als 130 Symptome. Deshalb gibt es auch keine klare Diagnose.</p>
<p>Zu den drei Hauptsymptomen gehören:</p>
<blockquote>
<p><strong>Emotionale Erschöpfung</strong>: Totale Erschöpfung und Überforderung</p>
<p><strong>Eingeschränkte Leistungsfähigkeit</strong>: Bis hin dazu, dass der Alltag nicht mehr bewältigt wird.</p>
<p><strong>Depersonalisierung</strong>: Verlust der Beziehungsfähigkeit und der Beziehung zu sich selbst.</p>
</blockquote>
<p>Dauerstress hat weitreichende körperliche Auswirkungen auf unseren Körper und kann schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Diabetes und vieles mehr auslösen. <a href="https://silkewolf.com/burnout-symptome/">Für mehr Details bitte hier klicken.</a></p>
<blockquote>
<p>Forscher der Zellbiologie wie Bruce Lipton haben mittlerweile nachgewiesen, dass 95% aller Krankheiten stressbedingt sind. Die restlichen 5% sind genetisch bedingt. Sollte das nicht eine große Motivation sein mehr Leichtigkeit und Freude in unseren Arbeitsalltag und unser Leben zu bringen?</p>
</blockquote>
<h2>Burnout ist eine ernst zu nehmende Erscheinung unserer Zeit.</h2>
<p>Burnout ist ein Weg, der in Depression, schwere Krankheit und nicht selten in den <a href="https://silkewolf.com/endstation-burnout-die-schleichende-gefahr/">Selbstmord</a> führt. Für mich ist <strong>Burnout ein ernstzunehmendes Zeichen unserer Leistungsgesellschaft</strong>, unserer Ansprüche an uns und unser Leben.</p>
<p>Prävention lohnt sich auf allen Ebenen. Es ist ein Gewinn für die Gesundheit jedes Einzelnen. Die Kosten für die Wirtschaft und unser Krankensystem sind immens. Jeder, der einen Weg aus dem Stress gefunden hat, dient als Vorbild für andere Menschen.</p>
<p>Der Weg aus dem Stress beginnt immer mit einer Entscheidung, mit der Entscheidung kein Opfer mehr zu sein. Jeder hat die Chance die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und den Weg <a href="https://silkewolf.com/raus-aus-dem-stress-hinein-ins-leben/">raus den Stress hinein ins Leben</a> zu gehen. Es lohnt sich!!!</p>
<p>👉 Halte kurz inne und frage dich:</p>
<blockquote>
<p><strong>Wo in meinem Leben lasse ich Stress bestimmen – und wo möchte ich wieder selbst die Verantwortung übernehmen?</strong></p>
</blockquote>
<p>Schreib dir einen ersten kleinen Schritt auf, den du schon heute gehen kannst, um mehr Leichtigkeit in deinen Alltag einzuladen.</p></div>
			</div>
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		<title>Burnout – Die schleichende Gefahr: Erkennen, innehalten, neu entscheiden</title>
		<link>https://silkewolf.com/endstation-burnout-die-schleichende-gefahr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 14:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Ein persönlicher Erfahrungsbericht</h1>
<p data-start="489" data-end="613">Er erzählt von Erschöpfung, den Mut zur Hilfe und die Kraft, einen neuen Weg ins Leben zu wählen.</p>
<ul data-start="649" data-end="1022">
<li data-start="649" data-end="734">
<p data-start="651" data-end="734">Eine authentische Geschichte über Burnout, Depression und die Suche nach Auswegen</p>
</li>
<li data-start="735" data-end="815">
<p data-start="737" data-end="815">Die Erkenntnis, warum „sich zusammenreißen“ nicht immer der richtige Weg ist</p>
</li>
<li data-start="816" data-end="923">
<p data-start="818" data-end="923">Inspiration, wie Innehalten, Ehrlichkeit und Unterstützung die entscheidenden Schritte zur Heilung sind</p>
</li>
<li data-start="924" data-end="1022">
<p data-start="926" data-end="1022">Konkrete Fragen, die helfen, den eigenen Engpass zu erkennen und neue Perspektiven zu gewinnen</p>
</li>
</ul>
<h2>Der Schock</h2>
<p>Es ist ein kalter Januartag. Ein sehr enger Freund aus meiner Jugend hat heute Geburtstag. Wir hatten über viele Jahre keinen Kontakt. Erst vor mehr als einem Jahr hat er mich über Facebook wiedergefunden. Er lebte in Spanien.</p>
<p>Ich ging auf seine Chronik, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Ich war irritiert. Ich fand dort viele Bilder mit roten Rosen, die meisten Nachrichten waren auf Spanisch. Ich fand auch ein paar Englische Kommentare. Kondolenzwünsche.</p>
<p>Ich begann zu recherchieren. Ich fand heraus, dass mein Freund bereits im Frühjahr des letzten Jahres seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat. Die Vermutung: Depressionen.</p>
<h2>Selbstmord als Ausweg</h2>
<p>Bei unserem ersten Kontakt habe ich meinem Freund erzählt, wie es mir so geht und was in den letzten 20 Jahren in meinem Leben so alles passiert ist. Ich erzählte ihm auch von meinem Burnout, dem Aufenthalt in der Klinik und meinen Plänen als Coach anderen Menschen zu helfen aus der Stressspirale auszusteigen und einen Weg zurück ins Leben zu finden.</p>
<p>Ich war überrascht. Auch er hatte vor einigen Monaten einen Burnout. Er würde niemals in eine Klinik gehen. Schon allein die Vorstellung war ein absolutes No-Go für ihn. Er hat sich einfach in den Hintern getreten und seitdem läuft es bei ihm wieder.</p>
<p>Ich dachte wow, das hätte ich nicht geschafft. Ich dachte eine Weile darüber nach. Bin ich einfach zu weichlich? Hätte einen Tritt in den Hintern mir auch geholfen? Diesen Gedanken gab ich allerdings sehr schnell wieder auf. Ich war froh, dass ich die Hilfe, die mir angeboten wurde, angenommen hatte. Schließlich war ich mit meinem Weg sehr erfolgreich und bin es noch.</p>
<p>Irgendwann fragte ich ihn, wie es ihm nach seinem Umzug von Mallorca auf das spanische Festland ging. Er hat, seit ich ihn kannte, davon geträumt auszuwandern, irgendwo ans Meer. Mallorca war es wohl nicht gewesen. Vielleicht hat er auf dem Festland das gefunden, nach dem er suchte. Ich bekam keine Antwort mehr. Ich dachte, ich sei ihm zu nahegetreten und hörte auf zu schreiben. Bis zu diesem Tag im Januar.</p>
<h2>In den Hintern treten oder Hilfe annehmen?</h2>
<p>Sich selbst in den Hintern treten ist manchmal wichtig und gut. Wenn du jedoch so tief in der Erschöpfung bist, dass du selbst deinen Alltag nicht mehr meisterst, dann hast du dir vermutlich schon solange selbst in den Hintern getreten, dass es einfach mal Zeit ist damit aufzuhören!</p>
<p>Dann ist jedes Symptom, das sich entwickelt, ein Zeichen deines Körpers und deiner Seele, die dich anschreit:</p>
<blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>„Mach es anderes. Ich kann und will das nicht mehr.“ </strong></span></p>
</blockquote>
<p>Und was machen wir? Ich war damals so damit beschäftigt mir in den Hintern treten, dass ich meinem Körper und meine Seele nicht mehr gehört habe. Und wurden die Rufe meines Körpers lauter, habe ich einfach stärker getreten.</p>
<blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der allererste Schritt heraus aus dem Schlamassel ist jedoch erst einmal innehalten und hinhören. </strong></span></p>
</blockquote>
<p>Unser Körper und der Zustand unseres Lebens sagt uns genau, was nicht stimmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Stufen des Burnout nach Freudenberger</h2></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" src="https://silkewolf.com/wp-content/uploads/2017/12/Abwärtsspirale-durch-den-Dauerstress.png" alt="Burnout Prävention" title="Abwärtsspirale durch den Dauerstress" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ich habe tatsächlich alle 12 Stufen eines Burnouts durchlaufen. Ich habe auch Phasen der Depression durchlebt und auch die völlige Erschöpfung habe ich kennengelernt. Durch verschiedene Erfahrungsberichte von meinen Klienten und anderen Betroffenen habe ich allerdings auch gelernt, dass ich noch nicht die völlige Erschöpfung in all ihren Facetten erfahren habe.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Wo bist du?</h2>
<blockquote>
<p>Stehst du noch mitten im Leben oder hast du dich schon zurückgezogen?</p>
<p>Fällt es dir immer schwerer mit anderen Menschen in Beziehung zu treten?</p>
<p>Ist der Kontakt mit deinen Freunden ehr eine Last als eine Entspannung?</p>
</blockquote>
<h2>In der Falle</h2>
<p>In diesem Zustand der völligen Erschöpfung macht das Leben gefühlt keinen Sinn mehr. Es gab für mich keine Beziehung mehr nach außen. Was fast noch schlimmer ist, es gab auch keine Beziehung mehr zu mir selbst. Ich empfand das Leben, meine Beziehungen und mich selbst als Last. Und ich wusste, dass ich auch für mein Umfeld, meine Beziehungen, meinen Partner eine Last war. Ich fühlte mich in der Falle. Und der Weg heraus schien mir völlig verstellt.</p>
<p>Ein häufige Formulierung von Betroffenen: „Ich sitze im Loch und weiß nicht wie ich wieder herauskomme.“</p>
<h2>Der Weg heraus beginnt mit Innehalten, Ehrlichkeit und einer Entscheidung</h2>
<p>Heute weiß ich: Es gibt in jedem Moment und an jedem Punkt, an dem ich bin, eine Lösung. Es gibt immer die Möglichkeit auszusteigen. Es ist meine Entscheidung, ob ich es möchte.</p>
<p>Der zweite Schritt nach dem Innehalten und Zuhören ist die Ehrlichkeit mit dir selbst. Suche dir Hilfe. Wenn du bereits an dem Punkt bist, dass du nicht mehr weißt wie du deinen Alltag bewältigen sollst, rufe deinen Hausarzt an oder einen Freund, der das für dich tut.</p>
<p>Bist du selbst noch aktiv und dein Leben hat jedoch regelmäßig erhebliche Dellen aufzuweisen, nimm dir eine Auszeit. Überlege dir, was du künftig anders machen möchtest.</p>
<p>Wie kannst du innehalten und einen ehrlichen Blick auf dein Leben werfen?</p>
<blockquote>
<p>Brauchst du eine Auszeit auf einer einsamen Insel?</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>Die Weitsicht auf den Gipfeln der Berge?</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>Hilfe in einer Klinik oder einen Therapeuten?</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>Unterstützung durch einen Coach?</p>
</blockquote>
<h2>Was ist dein Weg?</h2>
<p>Wichtig ist, dass du es für dich herausfindest: Was ist der Engpass in deinem Leben? In der Regel gibt es einen dominierenden, der Rest ist lediglich Ursachen.</p>
<blockquote>
<p>Wo ist dein Engpass? Ist es die Zeit? Ist es deine Arbeit? Ist es deine Beziehung?</p>
<p>Mit was verbringst du deine Zeit? Was davon nimmt und was gibt dir Energie?</p>
<p>Sind deine Ziele wirklich deine Ziele oder die Erwartungen der anderen?</p>
<p>Was tust du wirklich gerne und was tust du, um anderen zu gefallen?</p>
<p>Wie gehst du durchs Leben? Was wünschst du dir vom Leben?</p>
<p>Was darf in deinem Leben bleiben und was muss sich verändern?</p>
<p>Was ist dir wirklich, wirklich wichtig?</p>
</blockquote>
<h2>Sei gnädig mit dir</h2>
<p>Du darfst zu dir selbst großzügig sein. Du bist ein wunderbarer und wertvoller Mensch. Du bist nicht falsch, lediglich dein Verhalten hat dich in diese Situation gebracht. <strong>Und Verhalten lässt sich ändern</strong>.</p>
<p>Es gab eine Zeit, in der dieses Verhalten einen tieferen Sinn hatte. Diese liegt wahrscheinlich sehr weit in deiner Vergangenheit und ist auch nicht wirklich wichtig. Wichtig ist ob dein Verhalten heute zielführend ist.</p>
<blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Wir können Dinge nicht einfach wegmachen. Wir können sie jedoch durch ein neues und zielführendes Verhalten ersetzen. </strong></span></p>
</blockquote>
<p>Deshalb ist es so wichtig uns klar zu werde, was wir wirklich, wirklich wollen. Somit steht der Weg für ein glückliches, zufriedenes und kraftvolles Leben offen.</p>
<p>👉 Nimm dir nach dem Lesen einen Moment und frage dich ehrlich:</p>
<blockquote>
<p><strong>Wo in meinem Leben brauche ich gerade mehr Innehalten – und wo darf ich Hilfe annehmen?</strong></p>
</blockquote>
<p>Wenn du magst, schreibe deine wichtigste Erkenntnis auf oder sprich sie laut aus. Manchmal beginnt der Weg zurück ins Leben mit genau diesem kleinen Schritt.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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		<item>
		<title>Die inneren Antreiber zähmen – 10 Schritte zu mehr Ruhe und Klarheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 16:52:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beil dich]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Antreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><!-- divi:heading --></p>
<h1>Wie du den Druck von „Beeil dich!“ loslässt und innere Ruhe findest.</h1>
<p>In diesem Artikel erfährst du, wie innere Antreiber wie „Beeil dich!“ Stress und Hektik erzeugen – und welche 10 einfachen Schritte dir helfen, bewusst gegenzusteuern, Ruhe zu finden und wieder klar zu handeln.</p>
<h2>Kennst du solche Tage?</h2>
<p>In der Arbeit war einiges los. Ich habe gefühlt noch 1000 Dinge auf meiner Liste, die ich erledigen möchte, bevor ich mein Kind aus dem Hort abhole.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Zuhause hetze ich zwischen Keller, Erdgeschoss und 1. Stockwerk auf und ab. Da sehe ich die Kleider, die noch nicht aufgeräumt sind. Die Wäsche muss noch zusammengelegt werden. Es müsste auch dringend mal gesaugt werden. Die Aufgaben für meine Selbständigkeit türmen sich auf einem Stapel auf dem Tisch. Oje, wann soll ich das noch alles machen?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Ich schnappe mir die Dinge, die in den Keller müssen. Da fällt mir ein, der Einkaufszettel muss auch noch geschrieben werden. Schnell, dann kann ich direkt nach dem Abholen meiner Tochter noch im Bioladen vorbeifahren. Beim Herausziehen des Kochbuches fallen mir alle anderen Bücher aus dem Regal. Mist. Schnell wieder einräumen&#8230;</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>STOPP! Höchste Zeit durchzuatmen!</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Das ist der Moment, an dem ich allerspätestens die Reißleine ziehe und in den Modus „Entschleunigung“ verfalle.</p>
<p><!-- divi:list {"ordered":true} --></p>
<ol>
<li style="padding-left: 30px;">Ein großes rotes Stoppschild erscheint vor meinem geistigen Auge. Das bedeutet für mich, alle Aktivitäten sofort einzustellen.</li>
<li style="padding-left: 30px;">Hinsetzen und Füße spüren!</li>
<li style="padding-left: 30px;">Ein Glas Wasser trinken und dreimal tief durchatmen. Das aktiviert meinen Parasympathikus, der wieder mehr Ruhe in meinen Körper bringt.</li>
<li style="padding-left: 30px;">Anschließend, wenn ich mich etwas beruhigt habe, überlege ich mir: „<strong>Was ist jetzt wirklich, wirklich wichtig?</strong>“</li>
<li style="padding-left: 30px;">Alle für diesen Moment unwichtigen und/oder nicht dringenden Aufgaben schreibe ich auf einen Zettel. Diesen lege ich zur Seite!</li>
<li style="padding-left: 30px;">Jetzt konzentriere ich mich auf <strong>die eine wichtige Aufgabe</strong>.</li>
<li style="padding-left: 30px;">Ich gehe jeden Schritt ganz langsam und bewusst. Ich spüre meine Fußsohlen auf dem Boden.</li>
<li style="padding-left: 30px;">Ich fasse alles mit größter Sorgfalt und Bewusstheit an. Ganz langsam und bedächtig.</li>
<li style="padding-left: 30px;">Bemerke ich, dass mein Geist wieder abschweift und sich weiteren Planungen und Überlegungen hingibt, erinnere ich ihn liebevoll und lenke meine Aufmerksamkeit wieder auf <strong>die eine wichtige Aufgabe.</strong></li>
<li style="padding-left: 30px;">Auch wenn mein Geist die noch nicht erledigten Dinge entdeckt, lenke ich meinen Fokus wieder zurück auf <strong>die eine wichtige Aufgabe</strong>. Ich erkläre meinem Kopf: „Die Aufgaben sind auf der Liste. Ich werde sie nicht vergessen. Alles hat seine Zeit.“ </li>
</ol>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>„Wenn du es eilig hast, gehe langsam!“ (Lothar Seiwert)</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Erstaunlicherweise bekomme ich in diesem Modus meist mehr geschafft, auch wenn ich für mich gefühlt super langsam gehe. Ich habe unglaublich viel erledigt und bin am Abend immer noch entspannt. Mein Qi Gong Lehrer hat mir mal gesagt: </p>
<p><!-- divi:quote --></p>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p><strong><span style="font-size: 14pt;"> „Du kannst schnell gehen, wenn du innerlich ruhig bist.“</span></strong></p>
</blockquote>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>„Monkey Mind“ – Wie vom wilden Affen gebissen</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Im Buddhismus spricht man sehr treffend vom „Monkey Mind“. Was so viel bedeutet, dass unser Geist meist, wie ein wilder Affe, von einem Gedanken zum nächsten springt. Er beschäftigt sich mit der Vergangenheit. Er denkt darüber nach, was alles schiefgelaufen ist, oder was wir besser hätten machen sollen. Er ist mit der Planung unserer Zukunft beschäftigt und im näcshten Moment ist bei dem, was wir alles noch erledigen müssen. </p>
<p><!-- divi:paragraph -->Dabei sind viele unserer Gedanken redundant. Unser Gehirn bewegt sich oft in einer Dauerschleife und denkt dieselben Gedanken immer und immer wieder. Nur selten sind wir wirklich im Augenblick.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>95% unserer Handlungen, Entscheidungen, Gedanken laufen unbewusst ab</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Ist das nicht der erstaunlich? Es gibt Wissenschaftler, die behaupten es sind sogar noch mehr.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Unser Gehirn ist darauf trainiert Energie zu sparen. Jede automatisierte Handlung spart unserem Gehirn Energie. Und unser Gehirn benötigt richtig viel davon.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Das bringt uns im Alltag viel Gutes. Sie können Autofahren und nebenbei telefonieren oder Musik hören. Ebenso können Sie Radfahren und trotzdem auf den Verkehr achten und kommen sicher an Ihr Ziel, ohne darüber nachzudenken zu müssen, wie Radfahren geht.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>Hektik kann zu Burnout führen </h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Ein Burnout entsteht dann, wenn du überlange Zeit mehr Energie investiest, als dass du auftankst. Der innere Antreiber „Beeil dich!“ macht uns glauben, dass wir nie ausreichend Zeit haben. Immer und egal in welcher Situation. Er sorgt dafür, dass wir immer schneller und immer mehr arbeiten. Wir haben schon gar keine Zeit für Pausen. Zusätzlich sorgt die Hektik, wie wir unter unseren Kollegen verbreiten und die Reihe an Flüchtigkeitsfehlern, welche auf Grund unserer immensen Schnelligkeit passieren, für wachsenden Unmut unserer Mitmenschen und so oft zu zusätzlichem Stress.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Sich zu beeilen ist an sich nicht verwerflich und manchmal durchaus von Nöten, nur nicht im Dauermodus. Schnell zu sein hat Menschen mit diesem Antreiber irgendwann in früheren Zeiten genutzt. Du hast irgendwann einmal, wahrscheinlich in deiner Kindheit gelernt, dass dein Bedürfnisse nach Anerkennung und Zugehörigkeit erfüllt wird, wenn due dich nicht beeilst. Eile hat dafür gesorgt, dass du geliebt und vielleicht auch gelobt wurdest.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->In heutigen Berufsleben haben manche von uns diese tief sitzenden Gedankenmuster so verinnerlicht, das dieser Gedanke, sich beeilen zu müssen stets präsent ist und uns immer wieder zu einer ungesunden Schnelligkeit antreibt. Selbst wenn wir nur auf die Tolilette gehen.</p>
<p>Um etwas zu verändern, musste Sie sich Ihrer Gedanken und Ihres Verhaltens erst bewusst werden. Der erste Schritt war die Ehrlichkeit mit mir selbst.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>Mit Hilfe von Resilienz zu mehr innerer Ruhe</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Ein innerer Antreiber ist ein lang trainiertes und tief verinnerlichtes Denk- und Verhaltensmuster, welches wir nicht von heute auf morgen ablegen können. Es braucht Zeit, Geduld, einen liebevollen Umgang mit uns selbst und mit unserem inneren Antreiber.</p>
<p>In dem du deine Resilienz und deine Fähigkeit deine Emotionen selbst zur regulieren stärkst, lernst du im ersten Schritt entspannteren Umgang mit anstrengenden Situationen und lernst einen neuen Umgang mit deinen inneren Stimmen, die uns immer wieder zur Eile treiben. Und irgendwann werden diese Stimmen immer leiser. </p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>Selbstregulierung durch Meditation</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->In der Meditation lernen wir unsere Gedanken zu kontrollieren. Wir beobachten unsere Gedanken, wie sie kommen und gehen und richten unsere Aufmerksamkeit immer wieder unserem Atem. Jedes Mal, wenn wir zu unserem Atem zurückkehren, lassen wir einen Gedanken los. Immer wieder. Das hilft uns auch in unserem Alltag Gedanken wie &#8222;Ich habe keine Zeit!&#8220; zu erkennen und loszulassen.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Durch permanentes Üben wird unser Gehirn ruhiger und ruhiger und die Lücken zwischen zwei Gedanken größer. Wir werden uns immer bewusster, was unser Geist denkt und können somit bewusst eingreifen. Meditation lehrt uns anstrengende und kontraproduktive Gedanken loszulassen sowie im Hier und Jetzt zu sein.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2>Ideen für kleine Meditationen im Alltag</h2>
<p><!-- divi:paragraph -->Meditation ist nicht nur Sitzen und den Atem beobachten. Du kannst Achtsamkeit auch im Alltag üben, zu jeder Zeit. Hier ein paar Ideen. </p>
<p><!-- divi:list --></p>
<ul>
<li>Achtsames Dusche: Anstatt den Tag zu planen, fühl doch mal die warmen Wassertropfen auf deiner Haut. (Ich war echt erstaunt, wie schön sich das anfühlt.)</li>
<li>Bewusstes Essen (vielleicht sogar im Schweigen). Kaue jeden Bissen 36-mal. (Ist nebenbei fantastisch für deine Verdauung.) Lese neben her kein Buch und schaue auch nicht fern. Konzentriere dich auf das, was du schmeckst und riechst.</li>
<li>Gehe langsam und bewusst. Setze ganz bewusst einen Fuß vor den anderen und fühle deine Fußsohle am Boden. Wie verändert sich dabei deine Wahrnehmung der Umgebung?</li>
<li>Putze dir ganz bewusst die Zähne. Einen Zahn nach dem anderen.</li>
<li>Machen Sie deinen Abwasch zur Meditation.</li>
<li>Sauge dein Haus meditativ.</li>
<li>Unkraut zupfen eignet sich auch sehr gut für eine Meditation.</li>
</ul>
<p><strong><span style="font-size: 14pt;">Ein Tipp: Beginne mit EINER Tätigkeit, und nehme in deinem eigenen Tempo eine neue Aktivität dazu</span></strong> </p>
<p>Wenn du das Gefühl hast, dass dein innerer Antreiber dich immer wieder in Hektik treibt: Probiere eine der Übungen noch heute aus. Spüre, wie sich allein ein bewusster Atemzug oder ein langsamer Schritt anfühlen kann. Kleine Veränderungen machen oft den größten Unterschied. Und wenn du dir Begleitung wünschst, um tiefer an deinen Mustern zu arbeiten – dann lass uns sprechen.</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Mehr zu den inneren Antreibern findest du  hier: <!-- divi:paragraph --><a href="https://silkewolf.com/innere-antreiber-so-erkennen-und-loesen-sie-stress">Innere Antreiber – Stress erkennen und lösen</a></p>
<p><!-- divi:image {"id":4933} --></p>
<p><!-- divi:paragraph --><span style="font-family: 'Comic Sans MS', sans-serif;"></span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Frage ist nicht: Wer ist schuld? – sondern: Was will mir der Burnout zeigen?</title>
		<link>https://silkewolf.com/wer-ist-schuld-an-meinem-burnout/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 16:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silkewolf.com/?p=4191</guid>

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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Wenn du dich erschöpft fühlst und nach Schuldigen suchst, bleibst du im Außen gefangen.</h1>
<p>Hier teile ich meine eigenen Erfahrungen – und lade dich ein, hinter die Erschöpfung zu schauen: zu dir, zu deinen Mustern, zu dem, was dich wirklich ruft.</p>
<h2><span style="font-size: 18pt;"><em>„</em>Du schaust aber grün aus heute!“</span></h2>
<p>Das waren die Worte meines Chefs als wir uns im Büro begegneten. Ich bin so sauer auf ihn. Anstatt, dass er mich unterstütz, muss ich mir auch noch diesen blöden Kommentar anhören.</p>
<p>Alles war aus den Fugen. Ich stand vor dem Spiegel und betrachte mein bleiches Gesicht und meine dunklen Augenringe. Er hatte ja recht. Trotzdem hätte ich mir Mitgefühl und Unterstützung gewünscht. Er, mein Unternehmen und dieses Projekt waren doch der Grund, dass ich in dieser Situation gelandet bin.</p>
<p>Jeder hatte irgendwelche Erwartungen an mich und zerrte an mir. Ich fühlte mich so unglaublich müde. Ich hatte nichts, aber auch gar nichts mehr zu geben. Ich fühlte mich leer. Ich konnte nicht mehr. In Gedanken ging ich immer wieder die Liste an Dingen durch, die sich verändern mussten, damit ich wieder ein „normales“ Leben führen konnte.</p>
<h2>Wer ist denn nun schuld an meinem Burnout?</h2>
<p>Dafür gab es einige Kandidaten!</p>
<blockquote>
<p>👉 Mein Unternehmen, das seiner Personalverantwortung nicht nachgekommen ist, mir keine ausreichende Unterstützung zur Seite gestellt hat?</p>
<p>👉 Der Vertrieb, der dem Kunden immer mehr versprochen hat?</p>
<p>👉 Mein Kunde, der immer mehr wollte? Und der trotz unserer immensen Anstrengungen, das Unmögliche möglich zu machen, nie genug bekam?</p>
<p>👉 Meine Mitarbeiter, die ihre Arbeit nicht fertigbekommen haben?</p>
<p>👉 Die fehlerhafte Software, die uns viele Stunden zusätzliche Arbeit bescherte?</p>
<p>👉 Der Software-Hersteller, der seine Aufgaben nicht wahrnahm?</p>
<p>👉 Mein Partner, der immer weniger Verständnis dafür hatte, dass ich meine ganze Kraft für dieses Projekt brauchte?</p>
<p>👉 Meine Eltern, die mir beigebracht haben, dass es wichtig ist anderen zu gefallen? &#8230;.</p>
</blockquote>
<h2>Ich fühlte mich allein, verlassen und unverstanden</h2>
<p>Mit all diesen Unwägbarkeiten und noch einigen mehr stand ich gefühlt vor einem Abgrund. Ich wusste keinen Rat, wie ich mit all diesen Erwartungen und Unwägbarkeiten umgehen sollte. Ich war ratlos, hilflos und manchmal ohnmächtig.</p>
<p>Am liebsten wäre ich davongelaufen, aber wohin?</p>
<p>Manchmal hatte ich die Vorstellung, ich klappe zusammen und liege im Krankenhaus. Ich liege im Bett. Jetzt darf ich mich ausruhen. Jetzt müssen alle verstehen, dass es nicht mehr geht.</p>
<h2>Ein Zusammenbruch als Erlösung</h2>
<p>Ich hatte tatsächlich einen Zusammenbruch. Ich musste nicht ins Krankenhaus. Ich war einige Wochen krank geschrieben, was für mich den Ausstieg aus dem Krisenprojekt bedeutete. Allerdings noch lange nicht den Ausstieg aus dem Burnout.</p>
<p>Und siehe da, das Projekt lief auch ohne mich weiter. Ich war immer der festen Ansicht ohne mich geht es nicht. Ich war die Wissensträgerin, der alle Fäden zusammenhielt.</p>
<blockquote>
<p>Die erste wichtige Erkenntnis: Ich war tatsächlich nicht unersetzlich. Und ich hatte Zeit darüber nach zu denken, wer denn nun Schuld an meinem Burnout hat?</p>
</blockquote>
<h2>Mein Unternehmen ist schuld</h2>
<p>Mein Vorgesetzter hat seine Personalverantwortung nicht wahrgenommen. Ich habe keine ausreichende Unterstützung und keine Ausbildung bekommen. Dem Kunden wurden immer mehr Zusagen gemacht. Wir wussten nicht einmal, wie wir die bestehenden Anforderungen erfüllen können.</p>
<p>Es war allerdings auch niemand mit der Peitsche hinter mir gestanden. Niemand hat mich dazu gezwungen nächtelang zu arbeiten. Ganz ehrlich gesagt, war es mein Ehrgeiz die vorgegebenen Termine einzuhalten, auch wenn diese völlig unrealistisch waren.</p>
<h2>Das Projekt ist schuld</h2>
<p>Der Kunde wollte immer mehr. Keiner wollte für eine Fehlentscheidung verantwortlich sein. Jeder Entscheidung musste ich hinterherlaufen.</p>
<p>Unser Kunde wollte für seine Mitarbeiter einfach nur das Beste. Da kein klarer Rahmen existierte, hat der Kunde diesen Rahmen verständlicherweise nach seinen Bedürfnissen interpretiert. Intern stand mit diesem Projekt wohl einiges auf dem Spiel. Jeder wollte seine eigene Position sichern, deshalb war es so schwer klare Aussagen zu bekommen.</p>
<h2>Die Software ist schuld</h2>
<p>Die eingesetzte Software war eine Katastrophe. Ein sogenannter „Early Bird“ mit einer Vielzahl an Fehlern und Unwägbarkeiten.</p>
<p>Anstelle auf die Fehlerhaftigkeit des Systems hinzuweisen und die Klärung dem Hersteller zu überlassen, haben ich versucht, all diese Fehler auszubügeln. Damit habe ich wieder einmal alle Verantwortung auf mich gezogen. Ist ja schön gebraucht zu werden.</p>
<h2>Meine Mitarbeiter sind schuld</h2>
<p>Manche Mitarbeiter brachten nicht die Leistung wie gewünscht. Immer wieder blieben Arbeiten liegen. Diese musste unter dem Rest der eh schon überlasteten Teammitglieder aufgeteilt werden. Oder ich habe sie in einer Nachtschicht gleich selbst erledigt.</p>
<p>Ich hatte tolle Mitarbeiter, die alle ihr Möglichstes gegeben haben. Sie haben mit mir ein unmöglich scheinendes Projekt gestemmt. Wir waren ein großartiges Team.</p>
<p>Hätte ich es geschafft, Termine platzen zu lassen, hätte mein Unternehmen wahrscheinlich tatsächlich verstanden, dass wir ernsthaft Unterstützung brauchen und meine Anfragen nicht nur leeres Gerede war.</p>
<h2>Wer ist für deine Erschöpfung verantwortlich?</h2>
<p>Wer sind die Schuldigen in deinem Leben?</p>
<blockquote>
<p>👉 Ist es dein Job, der dir die Luft zum Atmen nimmt?</p>
<p>👉 Ist es dein Chef, der dich mit Aufgaben zuschüttet und nicht sieht, wie viel Energie du bereits in deine Aufgaben investierst?</p>
<p>👉 Ist es deine Familie, die immer mehr Ansprüche an dich hat?</p>
<p>👉 Ist es dein Partner, der nie zufrieden ist?</p>
</blockquote>
<h2>Auf der Suche nach Anerkennung</h2>
<p>In all dem, was ich tat, war mein Motiv Anerkennung.</p>
<p>Anerkennung vom Kunden, von meinen Mitarbeitern, von meinem Unternehmen, von meinem Partner, …. Ich wollte allen zeigen, was ich kann und zu welchen Opfern ich bereit bin.</p>
<p>Ich wollte von allen gemocht werden. Ich wollte dazugehören. Ich habe versucht es allen Recht zu machen.</p>
<p>Ich habe einen Kampf gekämpft, den ich nach genauerem Hinschauen gar nicht gewinnen konnte. Ich hatte Angst Dinge anders zu machen und mich damit aus meiner Komfortzone heraus zu bewegen.</p>
<h2>Was ist deine Motivation?</h2>
<p>Warum tust du, was du tust? Mal ganz ehrlich.</p>
<blockquote>
<p>👉 Machst du deine Überstunden nur für deinen Chef und dein Unternehmen?</p>
<p>👉 Erfüllst du all die Wünsche deiner Familie nur für deinen Mann und deine Kinder?</p>
</blockquote>
<p>Was ist dein wahres Motiv dahinter? Möchtest du geliebt, anerkannt oder gesehen werden?</p>
<h2>Verantwortung statt Schuld?</h2>
<p>Aus der heutigen Perspektive war keiner Schuld an meinem Burnout. Nicht einmal ich. Lediglich mein Verhalten und meine Gewohnheiten, haben mich in die absolute Erschöpfung geführt.</p>
<p>In meiner heutigen Welt gibt es so etwas wie Schuld nicht mehr. Es gibt auch kein Richtig oder Falsch.</p>
<blockquote>
<p>Es gibt lediglich mein Verhalten, das mich zu meinem Ziel bringt oder mich davon entfernt.</p>
</blockquote>
<p>Diese Sichtweise hat mir geholfen aus der Rolle des Opfers auszusteigen und Verantwortung für mein Leben und meine Entscheidungen zu übernehmen.</p>
<p>Und es gibt mir die absolute Freiheit. Die Freiheit, mein Leben selbst zu gestallten. Ich muss nicht mehr warten, dass andere Menschen ihr Verhalten ändern. Dafür bin ich aus tiefstem Herzen dankbar!</p>
<h2>Burnout als Wegweiser</h2>
<p>Ein paar Fragen, die dier helfen Schritt für Schritt in die Verantwortung zu gehen und deinen Burnout als Wegweiser zu begreifen</p>
<blockquote>
<p data-start="704" data-end="803">Wo suche ich gerade noch nach Schuldigen – und vermeide, ehrlich bei mir selbst hinzuschauen?</p>
<p data-start="807" data-end="905">Welche Stimmen im Außen treiben mich an – und welche leise Stimme in mir überhöre ich dabei?</p>
<p data-start="909" data-end="1027">Was sind meine eigenen Muster (z. B. alles perfekt zu machen, es allen recht machen), die meinen Stress verstärken?</p>
<p data-start="1031" data-end="1128">Wenn mein Burnout ein Hinweis wäre, nicht weiter so zu leben – wozu würde er mich einladen?</p>
<p data-start="1132" data-end="1223">Welche eine kleine Entscheidung könnte ich heute treffen, um mehr bei mir anzukommen?</p>
</blockquote>
<p data-start="1132" data-end="1223">Wenn du dich in meinen Worten wiedererkennst, nimm dir heute ein paar Minuten, um deine Antworten auf die Reflexionsfragen aufzuschreiben. Oft liegt schon darin der erste Schritt zu mehr Klarheit.</p>
<p data-start="1132" data-end="1223">Du ´ musst du diesen Weg nicht alleine gehen. Manchmal beginnt echte Veränderung damit, dass wir uns trauen, Unterstützung anzunehmen – und offen zu werden für neue Räume der Verbindung.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div></p>
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		<title>Burnout ist nicht das Ende – sondern der Anfang von bewussterem Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2016 13:15:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><!-- divi:heading --></p>
<h1 class="wp-block-heading">Meine Erfahrungen mit Burnout – und welche Schritte dich zurück in Klarheit und Lebendigkeit führen können</h1>
<h2 class="wp-block-heading">„Es ist gerade etwas stressig!“</h2>
<p>Wir sitzen gemütlich beim Kaffee. Auf meine Frage „Wie geht es dir?“ antwortet mein Kollege mit „Eigentlich ganz gut. Im Moment ist es gerade mal wieder etwas stressig.“</p>
<p><!-- divi:paragraph {"align":"left"} --></p>
<blockquote>
<p>Ist dein Leben nur gerade etwas stressig? Oder ist dein ganzes Leben seit geraumer Zeit etwas stressig?</p>
</blockquote>
<p>Als ich kurz vor dem Zusammenbruch stand, habe ich dieselbe Frage sehr ähnlich beantwortet. Ich war lange der festen Meinung, ich brauche nur ein paar Tage Auszeit. Mal wieder zur Ruhe zu kommen, dann ist alles wieder gut. Nein, nach ein paar Tagen Ruhe war nicht alles wieder gut und auch nicht nach ein paar Wochen. So war es ganz und gar nicht.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Der Weg zurück ins Leben ist ein Prozess</h2>
<p>Burnout ist ein Prozess, der sich oft schleichend entwickelt. Genauso ist nach meiner Erfahrung auch der Weg zurück ins Leben ein Prozess, der etwas Zeit in Anspruch nehmen darf.</p>
<p>Ich brauchte einen siebenwöchigen Klinikaufenthalt. Ich brauchte eine Reihe von Erkenntnissen. Ich brauchte schrittweise Veränderungen in meinem Leben. Ich brauchte nach der Klinik mehr als ein Jahr, bis ich das Gefühl hatte, jetzt bin ich aus dem Gröbsten raus. Und es war wirklich erst das Gröbste.</p>
<p>Ich brauchte viele weitere Jahre, um meinen Darm und mein Immunsystem wieder zu heilen und zu stärken. Und ich lerne immer noch jeden Tag dazu. Durch Bücher, Seminare, Achtsamkeit und viele liebe Menschen, die mir helfen mein Bewusstsein zu schärfen.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Schritt 1: Sei ehrlich zu dir selbst!</h2>
<p>Ehrlichkeit ist der erste Schritt auf dem Weg zurück ins Leben. Nur durch Ehrlichkeit mit dir selbst ist es überhaupt möglich dir Unterstützung zu suchen und den Weg heraus aus der Depression und der Erschöpfung zu finden.</p>
<p>So lange ich mir in die eigene Tasche gelogen habe und das Problem im Außen gesehen habe, war ich gezwungen zu warten bis sich andere Menschen oder Situationen ändern. Ich musste warten bis der Kunde den Wert meiner Arbeit gesehen hat. Ich musste warten bis die Arbeitslast weniger wurde. Ich musste warten bis ich Unterstützung aus meinem Unternehmen bekam. Ich musste warten bis endlich alle Verständnis für meine Situation hatten.</p>
<blockquote>
<p> Bist du ehrlich zu dir selbst?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Wo fühlst du dich als Opfer der Umstände?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Wo fühlst du dich als Opfer anderer Menschen?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Was ist es wirklich was dich ärgert oder aufregt?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Wofür hilft dir dein heutiges Verhalten? (Bekommst du vielleicht Aufmerksamkeit, Anerkennung, …)</p>
</blockquote>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Warum ausgerechnet ich?</h2>
<p>Eine Frage hat mich lange beschäftigt: Warum gibt es Menschen, die viel mehr Verantwortung tragen und täglich vor einem größeren Berg Probleme stehen als ich damals und nicht ausbrennen? Wie machen die das?</p>
<p>Heute kann ich diese Frage für mich beantworten und sie ist zweigeteilt.</p>
<p>Das Ziel, was ich vor Augen hatte, war nicht mein eigenes Ziel. Software hat mich nie inspiriert. Ich habe die IT gewählt, weil ich Angst vor Stillstand hatte. Ich wollte eine Branche, die sich schnell entwickelt, in der ich nie aufhöre zu lernen. Ich habe noch nie zu Hause lange vor dem Computer gesessen und mein Interesse an der neuesten Computertechnik hält sich in Grenzen.</p>
<p>Der andere Grund ist die innere Haltung, mit der ich an manche Dinge herangegangen bin. Ich durfte keine Fehler machen. Ich wollte alles am besten sofort erledigt haben. Und ich wollte, dass alle mit meiner Arbeit zufrieden sind. Ich dachte, die Welt dreht sich nicht ohne mich.</p>
<p><span style="font-size: 18pt;">Darfst du Fehler machen?</span></p>
<blockquote>
<p>Hast du das Gefühl, dich immer beeilen zu müssen?</p>
<p>Willst du es allen recht machen?</p>
<p>Muss Arbeit anstrengend sein, damit sie etwas wert ist?</p>
<p>Oder musst du immer stark sein und darfst keine Schwäche zulassen?</p>
</blockquote>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Burnout ist das Ergebnis eines Verhaltens</h2>
<p>Durch meine damalige Haltung habe ich meine Prioritäten völlig verschoben. Ich habe tragende Säulen meines Lebens, wie Sport, Freund und Freizeit völlig aus meinem Leben verbannt. Auch die Zeit, die ich in meine Beziehung investiere, habe ich auf ein Minimum reduziert.</p>
<p>Das Projekt war allgegenwärtig und hat mich selbst bis in den Schlaf begleitet. Meine völlige Erschöpfung war also lediglich eine Folge meines Verhaltens.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Es ist meine Entscheidung!</h2>
<p>Das war der Wendepunkt. Mein Verhalten war der Grund meines Burnouts. Das war die entscheidende Erkenntnis, jetzt konnte ich aktiv werden.</p>
<p>Es ist meine Entscheidung, wie ich mich verhalte. Es ist meine Entscheidung, ob ich die Standpauke meines Kunden als persönlichen Angriff werte oder als die Folge <strong>seiner </strong>schlechten Laune sehe.</p>
<p>Jetzt war ich an dem Punkt, an dem es für mich möglich wurde aktiv zu werden und aus der „Ich-bin-so-hilflos-Nummer“ heraus zu kommen.</p>
<blockquote>
<p><!-- divi:paragraph -->An welcher Stelle kannst du deine eigene Entscheidung treffen?</p>
<p><!-- divi:paragraph -->Wo kannst du dein Verhalten verändern, um die erste Veränderung zu bewirken?</p>
</blockquote>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Gehe einen Schritt nach dem anderen</h2>
<p>Manchmal sind wir geneigt viele Schritte gleichzeitig gehen zu wollen. Alles auf einmal zu ändern, kostet ziemlich viel Kraft. Und Kraft ist im oder am Rande eines Burnout nicht mehr so üppig vorhanden ist.</p>
<p>Höre auf zu kämpfen. Betrachte deine Situation ehrlich und nehme Sie an, so wie sie ist.</p>
<p><!-- divi:quote --></p>
<blockquote>
<p>Du bist nicht falsch. Lediglich dein Verhalten ist nicht zielführend.</p>
</blockquote>
<p>Es gab früher Mal eine Situation, in der dir dieses Verhalten genutzt hat: Deshalb hast du es gelernt. Nur heute bringt es dich in die Erschöpfung und trennt dich von dir und deinem Leben.</p>
<p>Entscheide dich für ein neues Verhalten, das du gerne in deinem Leben haben möchtest. Und beginne mit dem ersten Schritt.</p>
<p><!-- divi:quote --></p>
<blockquote>
<p>Feier deine Erfolge und sind sie noch so klein.</p>
</blockquote>
<p>Feier jeden Erfolg. Und für den Fall, dass du wieder mal in dein altes Verhalten zurückfällst, feiere deine Wachheit, feiere jede neue Erkenntnis.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Werfe gelegentlich einen Blick zurück</h2>
<p>Solltest du in einer Phase stecken, in der du den Eindruck hast, du kommst nicht voran: bleib stehen. Blicke zurück. Und dann schaue auf deine Gegenwart. Für mich waren das immer wertvolle Momente, in denen ich erkannte hatte:</p>
<p><!-- divi:quote --></p>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p><!-- divi:paragraph --> &#8222;Wow, das habe ich alles schon geschafft! So vieles hat sich schon geändert und so viel Schönes und Gutes ist bereits in mein Leben gekommen.&#8220;</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p>
</blockquote>
<p>Mich erfüllen solche Momente mit tiefer Dankbarkeit und viel Mut, Freude und Kraft für die Entwicklungsschritte, die noch auf mich warten.</p>
<p><!-- divi:heading --></p>
<h2 class="wp-block-heading">Es gibt für jeden einen Weg zurück in die Lebendigkeit</h2>
<p>Und wenn du es nicht alleine schaffst, hol dir Hilfe, bei einem Freund, bei deinem Partner, bei deinem Hausarzt oder bei einem Coach deines Vertrauens.</p>
<p><!-- divi:quote --></p>
<blockquote>
<p><!-- divi:paragraph -->Komm ins Tun. Nur in dem Du die Verantwortung für Dein Leben übernimmst, findest du nicht nur raus aus dem Stress, sondern auch zurück ins Leben.</p>
</blockquote>
<p>Verantwortung heißt manchmal auch, sich an der richtigen Stelle Hilfe zu holen. Wenn du möchtest bin ich gerne für dich da. In einem 30 minütigen kostenfreien Erstgespräch können wir gemeinsam schauen, ob wir zu einander passen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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