“Wenn du die Berührung
mit der inneren Stille verlierst,

verlierst du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst,
verlierst du dich in der Welt.”

Eckhard Tolle

Foto © Sander Van Der Werf | Dreamstime.com

Burnout Statistik 2012/2013

 

Ergebnisse der TK-Stressstudie “Bleib locker, Deutschland!”

 

 

Deutschland unter Druck

 

Die Mehrheit der Deutschen ist gestresst

Unsere Leistungsgesellschaft und die damit verbundenen Ansprüche an uns und unser Leben, beschleunigen den Alltag immer mehr. Bereits sechs von zehn Deutsche empfinden ihr Leben als stressig und bereits jeder fünfte steht unter Dauerstress.
Zwischen Karriere, Familie, Haus, Garten, Freizeit und manchmal auch der Pflege der eigenen Eltern reiben wir uns auf und die Dauerbelastung fordert, besonders in der Lebensmitte, ihren Tribut. Häufig sind Frauen durch die Doppelbelastungen noch stärker von Burnout betroffen. Auch leiden die Menschen statistisch in den Städten stärker unter Stress als in den ländlichen Regionen.

Die Tendenz des Stresses ist steigend

Die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung hat das Gefühl, dass das Leben in den vergangen Jahren immer schneller und anstrengender geworden ist. Lediglich ein Drittel ist davon überzeugt, dass heute nur mehr über Stress gesprochen wird.

Größter Stressfaktor ist der Beruf – Der familiäre Druck lastet noch immer auf den Frauen

Etwas zwei Drittel aller Berufstätigen sehen die Belastungen in der Arbeit als größten Stressfaktor.
Frauen setzten sich besonders stark durch Ihre eigenen hohen Ansprüche zusätzlich unter Druck. Zusätzlich liegt die Verantwortung für die Familie meist bei den Frauen, die neben Berufstätigkeit, Haushalt und die Kindererziehung stemmen und somit als zusätzlicher Belastungsfaktor zu Buche schlägt.
Konflikte verlieren mit dem Alter an Bedeutung und wird ehr von Jüngeren als Stressfaktoren genannt.

Warum sind Mitarbeiter in der IT besonders gefährdet?

Im Juli 2011 rief der IT-Administrator auf seiner Webseite zur Teilnahme an der Studie “Burnout in der IT-Branche” auf. Die Daten der rund 1.150 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ergaben ein alarmierendes Ergebnis.

Lange Zeit galt die IT als sehr sicherer Arbeitsmarkt mit einem hohen Grad an Freiheit und viel Platz für die Kreativität der Mitarbeiter.
Neue Forschungsergebnisse lassen jedoch auf eine starke Zunahme der gesundheitlichen Belastung schließen. Gründe für erhöhten Stress sind:

  • Meist keine Identifikation mit dem Unternehmen
  • Unsicherheit durch Out-Sourcing und Off-Shoring
  • Hohe Komplexität und schnelle Veränderung der technischen Gegebenheiten
  • Stetig wachsende Informationsflut aus oft unterschiedlichsten Kanälen muss gefiltert, bewertet und bewältigt werden
  • Immer mehr Kommunikation in den oft globalen Netzwerken notwendig.
  • Zeit- und Leistungsdruck in der Projektarbeit und kleinteiligen Arbeit
  • Verdichtung der Leistung und Verknappung der Zeit durch Sparmaßnahmen

 

Ebenso hat der Diplom-Ingenieur Tim Sturm, wie auf heise online 2012 berichtet, im Rahmen seines Studiums “Supervision & Coaching” an der Donau-Universität Krems eine Studie über das tatsächliche Ausmaß der Burnout-Gefährdung in der IT-Branche durchgeführt:

  • 53% der IT-Beschäftigten sind Burnout-gefährdet
  • 13% davon weisen bereits eine kritische Symptome auf
  • Die Gefährdung in Deutschland scheint höher zu sein, wie in Österreich oder der Schweiz.

 

Was kann Coaching leisten?

Das Ergebnis der IT-Administrator Studie veranschaulicht, dass IT-Kräfte die Burnout-Gefährdung durch Inanspruchnahme von beruflicher Reflexion deutlich reduzieren können.

  • Es kann Stress abgebaut werden
  • Es senkt das Burnout-Risiko.

Das Ergebnis zeigen, dass bei einer Burnout Rate von 60% (davon 16% kritisch) durch Coaching bzw. Supervision die Rate auf 35 % (4% kritisch) sinkt.
Das bedeutet eine Reduktion der Burnout-Gefährdung um 25%!